Rund 175.000 Krefelderinnen und Krefelder bekommen in diesen Tagen Post. In einem Umschlag mit dem Aufdruck „Eilige Wahlsache“ befinden sich die Unterlagen für den Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung. Krefeld und 16 andere Städte möchten die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in die Region Rhein-Ruhr holen und bitten dafür um die Zustimmung der Bevölkerung. Im Anschluss müsste die Bewerbung noch den Deutschen Olympischen Sportbund überzeugen und könnte dann international für die Ausrichtung der Spiele ins Rennen gehen. In Krefeld fänden in diesem Fall in der Yayla-Arena die Wettbewerbe für Taekwondo und Rollstuhlrugby statt.
Doch zuvor sind alle Deutschen und EU-Bürger über 16 Jahren mit Wohnsitz in Krefeld aufgerufen, die Frage „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Krefeld an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Am Abend des 19. April werden rund 400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer die Stimmen auszählen. Mindestens zehn Prozent der Bevölkerung müssen teilnehmen, damit das Ergebnis Gültigkeit erlangt.
Videos mit Befürwortern auf Social Media
„Man muss zupacken, wenn Chancen da sind“, sagt Stadtdirektor Markus Schön. „Und es ist eine einmalige Chance für unsere Stadt, Teil dieser Bewegung zu sein. Wir hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger von diesem Geist anstecken lassen. Wir können alle gute Botschafter für Olympia sein.“ Mit Videos von Befürwortern auf Social Media, einer stadtweiten Plakat-Kampagne und Infoständen bei Sportveranstaltungen des KFC Uerdingen, der HSG Krefeld und der Krefeld Pinguine sollen vor allem Sportfans und die rund 70.000 Mitglieder von Sportvereinen angesprochen werden. Auch viele Unternehmen versprechen sich von Olympischen Spielen einen wirtschaftlichen Schub für die Region.

„Es ist das erste Mal, dass wir einen solchen Ratsbürgerentscheid in Krefeld umsetzen“, erklärt die für Wahlen zuständige Beigeordnete Cigdem Bern. „Das ist ein wichtiges Instrument der kommunalen Demokratie. Die formale Verfahrensweise ist klar festgelegt.“ So werden die Abstimmungsunterlagen am Freitag, 13. März, an alle Wahlberechtigten verschickt. Neben dem Stimmzettel und dem Wahlbrief zur kostenlosen Rücksendung der Unterlagen enthält die Sendung ein ausführliches Abstimmungsheft mit allen wichtigen Informationen und den Stellungnahmen der Ratsgruppen und Fraktionen. Dieses Heft und ein Info-Flyer stehen auch auf der zentralen Homepage www.krefeld.de/olympia zur Verfügung. Dort finden sich zudem die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ) zum Ratsbürgerentscheid.
Mit einem Ergebnis wird am 19. April nach 20 Uhr gerechnet
Die Zustellung der Unterlagen über die Deutsche Post erfolgt bis zum 20. März. Wer bis zum 10. April keine Unterlagen erhalten hat, kann sich unter 02151/86-4490 oder briefwahl@krefeld.de beim Wahlamt melden. Spätester Zeitpunkt für die Rücksendung des Stimmzettels ist der 15. April. Die Unterlagen können zudem bis zum 19. April, 16 Uhr, im Nachtbriefkasten des Rathauses eingeworfen werden. Am gleichen Abend erfolgt ab 18 Uhr die Auszählung im Berufskolleg Vera Beckers. Ein Ergebnis wird je nach Wahlbeteiligung zwischen 20 und 21 Uhr erwartet.
Zu den wichtigsten Unterstützern der Olympiabewerbung in Krefeld gehört der Stadtsportbund (SSB). „Man merkt so langsam: Das Kribbeln geht los“, sagt dessen Geschäftsführer Jens Sattler. „Wenn wir den organisierten Sport in unserer Stadt dazu bewegen können, sich positiv zu beteiligen, ist schon viel gewonnen.“ Auch der Vorsitzende Jochen Adrian rechnet mit einer großen Beteiligung. „Ich habe in meiner aktiven Zeit als Lehrer und Schulleiter fast 40 Jahre lang das Landessportfest ‚Jugend trainiert für Olympia‘ in Krefeld organisiert. Viele Schülerinnen und Schüler haben in dieser Zeit miterlebt, wie der olympische Gedanke wirkt. Die Krönung der sportlichen Wettbewerbe vor ihrer eigenen Haustür zu erleben – dieser Gedanke wird viele Menschen in Bewegung setzen.“
Mit Köln als „Leading City“ gehen insgesamt 17 Kommunen der Region in das Rennen um Olympia und führen ihre Ratsbürgerentscheide am gleichen Tag durch. Die Argumente sind klar formuliert: Bis zu 14 Millionen verkaufte Tickets könnten Olympische Spiele an Rhein und Ruhr bieten, dazu kurze Wege und eine große Nachhaltigkeit durch Rückgriff auf vorhandene Spielstätten. Auch gegenüber den deutschen Mitbewerbern Hamburg, Berlin und München sieht Stadtdirektor Markus Schön einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Nirgendwo werden so viele Menschen befragt wie in unserer Region. Mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger können über Olympia abstimmen.“ Eine breite Mehrheit wäre daher auf jeden Fall ein Pfund in der weiteren Bewerbung: Krefeld hat jetzt fünf Wochen lang die Chance, ein klares Bekenntnis für die Olympischen Spiele abzugeben.
Fotos: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof.
Kawuppdich für zu Hause: Kita-Sport nun auch im Kinderzimmer – Neue Spieletaschen erweitern Bewegungs- und Gesundheitsprojekt
/in AktuellesMia, Ahmad und Alex knien auf der großen Turnmatte im Sportraum der städtischen Kita Hubertusstraße. Vor ihnen liegt eine große blaue Tasche, deren Inhalt sie neugierig inspizieren. Dann schnappen sie sich die Bälle, Seile und Jongliertücher und spielen damit – so wie sie es kennen. Denn das Zubehör aus den Spieletaschen gehört für sie zum Betreuungsalltag. Als Kawuppdich-Kita sind Bewegungs- und Sportaktivitäten an der Hubertusstraße fest im Wochenplan verankert. Das Neue aber ist: Die Spielmaterialien können sich die Kinder nun auch für zu Hause ausleihen. So soll sich die Bewegungsfreude von der Kita aus auf die Familien übertragen. Auch zielt das Angebot darauf ab, die Eltern verstärkt an die Kita und Gesundheitsförderung zu binden.
Balance-Akts im Kinderzimmer, kleinere Ballspiele im Flur oder Jongliereinlagen im Wohnbereich: Die Spielutensilien lassen sich problemlos in den heimischen Räumlichkeiten nutzen. Acht der neuen Spieletaschen stehen der Kita Hubertusstraße als erste Kawuppdich-Einrichtung ab sofort dauerhaft zur Verfügung. In einer ersten Testphase können sich die Kinder hier die Spielmaterialien übers Wochenende ausborgen. Als nächstes wird die städtische Kindertageseinrichtung Märklinstraße mit den Taschen ausgestattet.
Das neue Angebot erweitert das Kawuppdich-Projekt um einen familiär ausgerichteten Baustein. 2021 hatten der städtische Fachbereich Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung und die Sportjugend im Stadtsportbund das Programm gemeinsam angestoßen. Die Idee: Bewegung und Gesundheit fließen strukturell und damit nachhaltig in die individuellen Abläufe einer jeden Einrichtung ein. Über tägliche Spiel-, Bewegungs- und Sportangebote sowie eine ausgewogene Ernährung verinnerlichen die Kinder von früh auf und insbesondere praxisbezogen den gesamten Themenkomplex Gesundheit.
Das Konzept fördert physische, kognitive, motorische sowie soziale Kompetenzen. Der Stadtsportbund bietet zum Beispiel Qualifizierungen für Fachkräfte an und koordiniert die Vernetzung zwischen Kitas und Sportvereinen. Finanziert wird das Projekt durch die Stadt.
Nach rund fünf Jahren ergibt sich eine positive Zwischenbilanz: 23 Krefelder Kindertageseinrichtungen – sowohl in städtischer als auch freier Trägerschaft – sind bereits als Kawuppdich-Kita zertifiziert, zehn folgen in diesem Jahr. Langfristig arbeiten die Initiatoren darauf hin, alle Kitas in das Programm einzubinden. Kawuppdich ist Krefelder Platt und bedeutet so viel wie Schwung oder Beweglichkeit.
„Die Spieletaschen sind eine praktische Ergänzung zum bestehenden Konzept. Damit möchten wir ganz bewusst Impulse für Bewegung im privaten Umfeld setzen und so unsere Zusammenarbeit mit den Eltern aktiv unterstützen Dies ist ein wichtiger Schritt, die Bewegungs- und Gesundheitsförderung ganzheitlich anzugehen“, erklärt Heike Badberg, Leiterin der Abteilung Kinder bei der Stadt Krefeld. Annette Wankum vom Stadtsportbund sagt: „Dieses kleine Zusatzangebot kann große Wirkung entfalten, insbesondere bei Familien, die bislang eher weniger Berührungspunkte mit Bewegungsaktivitäten haben. So transportieren wir den Kawuppdich-Gedanken unmittelbar ins Familienleben und erreichen damit auch Eltern und Geschwister.“
Krefeld sagt JA zu Olympia!
/in AktuellesMit starken 64,41 % haben sich die Krefelder*innen für eine Olympiabewerbung in Rhein/Ruhr ausgesprochen – ein beeindruckendes Signal für den Sport in unserer Stadt und der gesamten Region.
Wir sagen DANKE für die großartige Unterstützung aus dem Krefelder Sport und aus der Stadtgemeinschaft!
Dieses Ergebnis zeigt, wie viel Begeisterung, Zusammenhalt und Potenzial in unserer Sportlandschaft steckt.
Starterpaket für junges Engagement übergeben – Neues J-Team im SKBUe
/in AktuellesBeim Segelsportklub Uerdingen (SKBUe) hat sich ein neues J-Team (Jugend- oder Junioren Teams) gegründet. J-Teams sind offene Arbeitsgruppen junger Ehrenamtler, die in Sportvereinen flexibel und kreativ eigene Ideen und Projekte umsetzen. Sie bieten Jugendlichen einen unkomplizierten Einstieg in das Ehrenamt und stärken Mitbestimmung und Beteiligung im Verein. Gefördert werden J-Teams durch die Sportjugend im Landessportbund NRW.
Das neue J-Team des SKBUe besteht aus Ellen Baur, Josi Drozdowski, Janne Hillerkus, Konstantin Wilms, Laura Grüner und Vincent Hafermann. Die sechs Jugendlichen waren bereits zuvor als Betreuer*innen in den vereinseigenen Feriencamps aktiv. Aus dieser gemeinsamen Erfahrung entstand der Wunsch, sich noch stärker einzubringen und als Team eigene Projekte für den Verein und seine jungen Mitglieder zu gestalten.
Für die Aktivitäten auf dem Wasser hat das frisch gebackene J-Team die Idee, an der RS-Quest zusätzlich ein Trapez anzubringen, um den Segelspaß damit noch zu erhöhen. Abseits vom Wasser gibt es für die Wintermonate die Idee, die Segelschuhe gegen Kletterschuhe zu tauschen. Hier haben die sechs in einer Kletterhalle Einführungskurse und Sicherungstechniken gelernt und können jetzt mit den übrigen SKBUe-Kids als Kletterlehrer*innen in die Kletterhalle gehen. Die Jugendwartin Anja Zimmermann ist begeistert, dass das J-Team des SKBUe neu Projekte angeht und umsetzt. Der Vorstand des Segelsportklubs rund um Frank Suchanek (1. Vorsitzender) unterstützt das Engagement ausdrücklich und freut sich über die Initiative: „Es ist etwas Besonderes, dass die jungen Vereinsmitglieder eine Verantwortung übernehmen, Ideen entwickeln und umsetzen und so den Verein und die Seglerjugend mit ihrem Engagement nach vorne bringen.“
Im Rahmen eines Treffens wurde nun auch offiziell das J-Team-Starterpaket überreicht. Die nachträgliche Übergabe erfolgte durch die Sportjugend im Stadtsportbund Krefeld, vertreten durch Justin Wermann, Fachkraft für Kinder- und Jugendarbeit. Das Paket enthält neben Informationsmaterial und Geldern für die Vereinsarbeit auch T-Shirts, Trinkflaschen und Rucksäcke – praktische Begleiter für kommende Aktionen und Projekte.
Die Sportjugend Krefeld gratuliert dem J-Team des SKBUe herzlich und wünscht viel Erfolg für die gemeinsame Arbeit.
Interessierte Vereine, die ebenfalls ein J-Team gründen möchten oder Fragen zur Unterstützung haben, können sich jederzeit unter justin.wermann@ssb-krefeld.de oder 02151 1540817 melden.
Sieben Vereine für Engagement in Inklusion und Integration ausgezeichnet
/in AktuellesUnter dem Leitmotiv „Gemeinsam stark“ haben Vertreter*innen des Krefelder Sports am Dienstag sieben Vereine für ihr vorbildliches Wirken in den Bereichen Inklusion, Integration, Diversity und Frauenförderung geehrt. Die Auszeichnungen wurden im Haus der Bildung verliehen. Für den SSB ist die Würdigung ein Signal dafür, wie engagiert die Krefelder Vereine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.
Insgesamt sieben Vereine erhielten Urkunden und Preisgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Videoclips gaben Einblicke in die prämierten Aktivitäten und Projekte, im Anschluss befragte Moderatorin Anouk van der Vliet die Vertreter*innen von Sportverwaltung, SSB und Vereinen zu ihren Erfahrungen und Haltungen zu den Themen Inklusion, Integration, Diversity und Frauenförderung. . Der Abend bot zudem viel Raum für Austausch und Vernetzung.
Die ausgezeichneten Vereine
Osterferienangebote Krefelder Sportvereine 2026
/in Aktuelles30. März 2026 bis 10. April 2026
Reit- und Fahrfreunde Stockhof e.V.
Event „Ostereier & Ponyäppel“
Silke Birmes
info@rff-stockhof.de
017623719634
02.04.2026,
15-18 Uhr
4 -9 Jahre
Reit- und Fahrfreunde Stockhof e.V.
Event „Ausflug auf die Frühlingswiese“
Silke Birmes
info@rff-stockhof.de
017623719634
10.04.2026,
15-18 Uhr
4 -9 Jahre
Sportclub Krefeld 1905 e.V.
Actioncamp
Georgios Reinfeldt-Tassikas
g.tassikas@krefeld05.de
„1. Osterferienwoche 30.03. – 02.04.2026“
6 – 14 Jahre
169€ Mitglieder / 189€ Nicht-Mitglieder
Camps sind ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) zertifiziert,
d.h. nach erfolgreicher Teilnahme erhält man eine Teilnahme-Bescheinigung,
mit der man einen großen Teil der Campkosten von den Krankenkasse erstattet bekommt. Link zur Anmeldung: https://www.krefeld05.de/de/kinder-und-jugendsport/feriencamps/
Sportclub Krefeld 1905 e.V.
Actioncamp
Georgios Reinfeldt-Tassikas
g.tassikas@krefeld05.de
„2. Osterferienwoche 07. – 10.04.2026 “
6 – 14 Jahre 169€ Mitglieder / 189€ Nicht-Mitgleider
Camps sind ZPP (Zentrale Prüfstelle Prävention) zertifiziert,
d.h. nach erfolgreicher Teilnahme erhält man eine Teilnahme-Bescheinigung,
mit der man einen großen Teil der Campkosten von den Krankenkasse erstattet bekommt. Link zur Anmeldung: https://www.krefeld05.de/de/kinder-und-jugendsport/feriencamps/
Sportclub Krefeld 1905 e.V.
Basketball Camp
Cedric Nawrocki
flz@krefeld05.de
„2. Osterferienwoche 07. – 10.04.2026 “
6-14 Jahre 159€ Mitglieder /179€ Nicht-Mitglieder
Link zur Anmeldung: https://www.krefeld05.de/de/sportarten/wettkampf–leistungssport/basketball/anmeldung-feriencamp/
Sportclub Krefeld 1905 e.V.
Tennis Camp
Sylvia Tersteegen
tennis-jugendwart@krefeld05.de
„2. Osterferienwoche 07. – 10.04.2026 “
5 – 14 Jahre 200€ Mitglieder / 230€ Nicht-Mitglieder
Link zur Anmeldung: https://www.krefeld05.de/de/sportarten/wettkampf–leistungssport/tennis/anmeldung-tennis-camp/
Uerdinger Schwimmverein 08 e.V.
Feriencamp Ostern
Lenja van der Ende/Jonas Roßenbeck
feriencamp@usv-08.de
02151 46055
30.03. – 10.04.2026
6-12 Jahre
ab 185 Euro/Woche
https://www.usv-08.de/de/vereinsjugend/feriencamps/
Stand 25.03.2026 /Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit
Stadtsportbund Krefeld und Segel-Club-Crefeld treten dem Qualitätsbündnis Sport NRW bei
/in AktuellesDer Stadtsportbund Krefeld e.V. (SSB) und der Segel-Club-Crefeld e.V. (SCCR) sind offiziell in das Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport NRW aufgenommen worden. Im Rahmen eines Pressetermins wurden die Urkunden nun feierlich überreicht. Beide Organisationen sind damit die ersten Sportvereine in Krefeld, die Teil dieses landesweiten Netzwerks sind, und unterstreichen ihr Engagement für Prävention, Verantwortung und einen sicheren Sport in Krefeld.
Das Qualitätsbündnis ist eine Initiative des Landessportbund Nordrhein-Westfalen und seiner Sportjugend. Ziel ist es, Sportorganisationen dabei zu unterstützen, Schutzkonzepte zu entwickeln und Strukturen zu schaffen, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport wirksam vor Gewalt schützen.Der Weg in das Qualitätsbündnis ist mit zehn Qualitätskriterien verbunden. Dazu zählen unter anderem die Benennung und Qualifizierung von Ansprechpersonen sowie die Entwicklung eines individuellen Schutzkonzeptes.Die Ansprechpersonen nehmen eine zentrale Rolle im Verein ein. Sie werden durch gezielte Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet und sind erste Anlaufstelle für Mitglieder bei Fragen, Unsicherheiten oder Verdachtsfällen. Zu ihren Aufgaben gehört es, vertraulich zuzuhören, Betroffene zu unterstützen und bei Bedarf weitere Hilfsangebote zu vermitteln. Ein Schutzkonzept umfasst verschiedene Maßnahmen, die auf den jeweiligen Verein abgestimmt und verbindlich umgesetzt werden. Dazu gehören festgelegte Verhaltensregeln und Verfahrensregeln im Umgang mit Verdachtsfällen.

„Mit der Aufnahme in das Qualitätsbündnis setzen wir ein klares Zeichen für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und allen Sporttreibenden in Krefeld“, betont Jochen Adrian, Vorsitzender des Stadtsportbundes Krefeld.
Auch der SCCR sieht in der Mitgliedschaft einen wichtigen Schritt: „Der Prozess hat uns als Verein weiterentwickelt und das Thema Prävention fest in unseren Strukturen verankert“, erklärt Konrad Geselbracht, Vorsitzender des Vereins.
Im Rahmen des Pressetermins wurde zudem die Bedeutung des Qualitätsbündnisses für den gesamten organisierten Sport hervorgehoben. „Vereine übernehmen eine große Verantwortung. Das Qualitätsbündnis unterstützt sie dabei, dieser Verantwortung gerecht zu werden und sichere Strukturen zu schaffen“, so Uwe Busch, Vizepräsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und Sprecher der Bünde.
Mit ihrem Engagement möchten der Stadtsportbund Krefeld und der SCCR auch andere Vereine in Krefeld ermutigen, sich mit dem Thema Schutz im Sport auseinanderzusetzen und sich auf den Weg zu machen Präventionsmaßnahmen umzusetzen. Zudem weist der Stadtsportbund darauf hin, dass Krefelder Sportvereine, die sich für das Qualitätsbündnis interessieren oder Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten und weiteren Präventionsmaßnahmen benötigen, sich jederzeit an den SSB wenden können. Dort erhalten Vereine Beratung, Informationen sowie konkrete Hilfestellungen auf dem Weg zu sicheren Strukturen im Sport.
Kontakt:
Justin Wermann, Stadtsportbund Krefeld
E-Mail: justin.wermann@ssb-krefeld.de, Tel: 02151 1540817
Bürgerentscheid zu Olympia: Wahlunterlagen werden jetzt verschickt
/in AktuellesRund 175.000 Krefelderinnen und Krefelder bekommen in diesen Tagen Post. In einem Umschlag mit dem Aufdruck „Eilige Wahlsache“ befinden sich die Unterlagen für den Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung. Krefeld und 16 andere Städte möchten die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in die Region Rhein-Ruhr holen und bitten dafür um die Zustimmung der Bevölkerung. Im Anschluss müsste die Bewerbung noch den Deutschen Olympischen Sportbund überzeugen und könnte dann international für die Ausrichtung der Spiele ins Rennen gehen. In Krefeld fänden in diesem Fall in der Yayla-Arena die Wettbewerbe für Taekwondo und Rollstuhlrugby statt.
Doch zuvor sind alle Deutschen und EU-Bürger über 16 Jahren mit Wohnsitz in Krefeld aufgerufen, die Frage „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Krefeld an der gemeinsamen Bewerbung der Region Rhein/Ruhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“ mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Am Abend des 19. April werden rund 400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer die Stimmen auszählen. Mindestens zehn Prozent der Bevölkerung müssen teilnehmen, damit das Ergebnis Gültigkeit erlangt.
Videos mit Befürwortern auf Social Media
„Man muss zupacken, wenn Chancen da sind“, sagt Stadtdirektor Markus Schön. „Und es ist eine einmalige Chance für unsere Stadt, Teil dieser Bewegung zu sein. Wir hoffen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger von diesem Geist anstecken lassen. Wir können alle gute Botschafter für Olympia sein.“ Mit Videos von Befürwortern auf Social Media, einer stadtweiten Plakat-Kampagne und Infoständen bei Sportveranstaltungen des KFC Uerdingen, der HSG Krefeld und der Krefeld Pinguine sollen vor allem Sportfans und die rund 70.000 Mitglieder von Sportvereinen angesprochen werden. Auch viele Unternehmen versprechen sich von Olympischen Spielen einen wirtschaftlichen Schub für die Region.
„Es ist das erste Mal, dass wir einen solchen Ratsbürgerentscheid in Krefeld umsetzen“, erklärt die für Wahlen zuständige Beigeordnete Cigdem Bern. „Das ist ein wichtiges Instrument der kommunalen Demokratie. Die formale Verfahrensweise ist klar festgelegt.“ So werden die Abstimmungsunterlagen am Freitag, 13. März, an alle Wahlberechtigten verschickt. Neben dem Stimmzettel und dem Wahlbrief zur kostenlosen Rücksendung der Unterlagen enthält die Sendung ein ausführliches Abstimmungsheft mit allen wichtigen Informationen und den Stellungnahmen der Ratsgruppen und Fraktionen. Dieses Heft und ein Info-Flyer stehen auch auf der zentralen Homepage www.krefeld.de/olympia zur Verfügung. Dort finden sich zudem die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ) zum Ratsbürgerentscheid.
Mit einem Ergebnis wird am 19. April nach 20 Uhr gerechnet
Die Zustellung der Unterlagen über die Deutsche Post erfolgt bis zum 20. März. Wer bis zum 10. April keine Unterlagen erhalten hat, kann sich unter 02151/86-4490 oder briefwahl@krefeld.de beim Wahlamt melden. Spätester Zeitpunkt für die Rücksendung des Stimmzettels ist der 15. April. Die Unterlagen können zudem bis zum 19. April, 16 Uhr, im Nachtbriefkasten des Rathauses eingeworfen werden. Am gleichen Abend erfolgt ab 18 Uhr die Auszählung im Berufskolleg Vera Beckers. Ein Ergebnis wird je nach Wahlbeteiligung zwischen 20 und 21 Uhr erwartet.
Zu den wichtigsten Unterstützern der Olympiabewerbung in Krefeld gehört der Stadtsportbund (SSB). „Man merkt so langsam: Das Kribbeln geht los“, sagt dessen Geschäftsführer Jens Sattler. „Wenn wir den organisierten Sport in unserer Stadt dazu bewegen können, sich positiv zu beteiligen, ist schon viel gewonnen.“ Auch der Vorsitzende Jochen Adrian rechnet mit einer großen Beteiligung. „Ich habe in meiner aktiven Zeit als Lehrer und Schulleiter fast 40 Jahre lang das Landessportfest ‚Jugend trainiert für Olympia‘ in Krefeld organisiert. Viele Schülerinnen und Schüler haben in dieser Zeit miterlebt, wie der olympische Gedanke wirkt. Die Krönung der sportlichen Wettbewerbe vor ihrer eigenen Haustür zu erleben – dieser Gedanke wird viele Menschen in Bewegung setzen.“
Mit Köln als „Leading City“ gehen insgesamt 17 Kommunen der Region in das Rennen um Olympia und führen ihre Ratsbürgerentscheide am gleichen Tag durch. Die Argumente sind klar formuliert: Bis zu 14 Millionen verkaufte Tickets könnten Olympische Spiele an Rhein und Ruhr bieten, dazu kurze Wege und eine große Nachhaltigkeit durch Rückgriff auf vorhandene Spielstätten. Auch gegenüber den deutschen Mitbewerbern Hamburg, Berlin und München sieht Stadtdirektor Markus Schön einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Nirgendwo werden so viele Menschen befragt wie in unserer Region. Mehr als vier Millionen Bürgerinnen und Bürger können über Olympia abstimmen.“ Eine breite Mehrheit wäre daher auf jeden Fall ein Pfund in der weiteren Bewerbung: Krefeld hat jetzt fünf Wochen lang die Chance, ein klares Bekenntnis für die Olympischen Spiele abzugeben.
Fotos: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof.