Riesengroße Freude: 10 000 Euro-Spende aus 10. Krefelder Hospiz-Lauf

Die Freude bei allen Beteiligten ist riesengroß: Trotz Corona und dadurch bedingt geringeren Teilnehmerzahlen hat der 10. Krefelder Hospiz-Lauf wieder die 10 000 Euro-Marke „gerissen“: Bei einem Termin im kleinen Kreis übergaben jetzt Jochen Adrian (Vorsitzender Stadtsportbund Krefeld SSB), der Initiator der Hospiz-Lauf-Idee, Dieter Hofmann, und Jens Sattler (Geschäftsführer SSB) die Spendensumme an Prof. Dr. Roland Besser (Vorsitzender Hospiz Stiftung Krefeld) und Alexander Henes (Leiter Hospiz am Blumenplatz).

In der Rückbetrachtung der Veranstaltung am 26. September waren sich alle einig, dass diese zweite dezentrale Benefiz-Veranstaltung wieder ein großer Erfolg für die Idee der Hospiz-Arbeit war. „Mit mehr als 20 Vereinen aus Krefeld, Tönisvorst und Meerbusch haben wir viele Menschen über diese Struktur erreicht. So hat zum Beispiel die IG Altensport Tönisvorst mehr als 2500 Euro Spenden gesammelt, das ist sensationell“, berichtete Jens Sattler. Auch die Vertreter der Hauptsponsoren (Sparkasse Krefeld, AOK und Wohnstätte Krefeld) waren sehr zufrieden. Michaela Rausch, die mit der Sparkasse von Anfang an den Hospiz-Lauf unterstützt, meinte: „Jeder Lauf für sich war eine Bereicherung. Ich war begeistert von der Stimmung bei unserem Schlusspunkt in der Rheinlandhalle“. Die „tolle Bereitschaft zum Mitlaufen“ ihrer AOK-Kollegen, die in einer großen Gruppe mitgelaufen waren, war für AOK-Regionalleiterin Marion Schröder ein besonderes Erlebnis, „wir haben zusammen viel Spaß gehabt.“ Für sie sei der Hospiz-Lauf eine Herzensangelegenheit, die die AOK auch 2022 wieder unterstützen werde. Mark Saxer von der Wohnstätte, die seit vielen Jahren den Hospizlauf unterstützt, war begeistert von den vielen positiven und enthusiastischen Rückmeldungen von Aktiven und Organisatoren des Laufs. Er hofft, 2022 noch mehr Kollegen/-innen und Mieter/-innen der Wohnstätte für eine Beteiligung zu gewinnen.

Viele kleine Streiflichter zeigen, was diese besondere Veranstaltung auszeichnet.

  • Da war die 90-jährige Läuferin im Forstwald, die nach den Corona-Einschränkungen erst seit kurzem wieder mit dem Sport angefangen hatte.
  • Da war als neuer Verein mit im Boot eine rund 20-köpfige Gruppe des Tischtennis-Vereins Blau-Rot Forstwald.
  • Da war die SVK, die am Sonntag kurzerhand die Veranstaltungszeit um eine Stunde verlängerte, weil sich so viele Interessenten angemeldet hatten.
  • Da war der Segelklub Bayer Uerdingen mit einem eigenen Sportspot für Segellustige an der Vennikelstraße.
  • Da war die Stadt Krefeld, die den Eislaufvereinen (EV Krefeld, KEV 1981, Krefeld Pinguine) ab 13 Uhr zwei Stunden öffentliches Laufen ohne Eintrittsgeld ermöglicht hatte
  • Da waren die Beteiligten am Freibad Neptun mit einem Grillstand, für den REWE-Marktleiter Markus Hoffmanns die Würstchen gespendete hatte.
  • Da waren viele Sponsoren mit kleineren und größeren Hilfen – wie die Brauerei Königshof mit alkoholfreiem Bier als Spende.

Die SSB- und Hospiz-Vertreter berichteten über die Planungen für 2022. Alle hoffen, dass es wieder eine zentrale Veranstaltung am Hospiz am Blumenplatz geben kann. „Wir möchten dann auch Angebote für die Familien zum Verweilen machen“, so Alexander Henes. Corona „hat uns bei den Teilnehmerzahlen bitter getroffen, aber wir geben nicht auf“, so Roland Besser. Auch Dieter Hofmann und Jochen Adrian blicken optimistisch auf das nächste Jahr: Sicher ist: Der 11. Hospiz-Lauf findet am 25. September 2022 statt.

Auf dem Bild: Dieter Hofmann (li.; Initiator des Hospiz-Laufs) und Prof. Roland Besser (re.; Vorsitzender Hospiz Stiftung Krefeld) freuten sich über den gewichtigen Spenden-Scheck nach dem diesjährigen Krefelder Hospiz-Lauf.

Dahinter von links: Marion Schröder und Doris Balster (AOK), Jens Sattler (Geschäftsführer SSB), Michaela Rausch (Sparkasse Krefeld), Hospiz-Leiter Alexander Henes, Jochen Adrian (Vorsitzender SSB) und Mark Saxer (Wohnstätte Krefeld)

(Bildquelle: Hospiz am Blumenplatz / Nadia Joppen)

Hospizlauf 9.1: dezentrale Veranstaltung zugunsten des Hospiz‘

Hospizlauf 9.1: dezentrale Veranstaltung zugunsten des Hospiz‘ am Blumenplatz

Eigentlich wäre 2020 das Jubiläumsjahr gewesen: Für den 27. September hatte der Stadtsportbund Krefeld den „10. Krefelder Hospizlauf“ unter Beteiligung zahlreicher Vereine geplant. „Weil die Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie uns aber in diesem Jahr keine Veranstaltung in der gewohnten Form mit Ziel am Hospiz erlauben, haben wir eine dezentrale Veranstaltung entwickelt – den Hospizlauf 9.1“, erklärt Dieter Hofmann, der Vorsitzende des SSB und Initiator des Hospizlaufes.

Die Kernidee: Am 27. September in der Zeit von 10 bis 13 Uhr finden auf insgesamt zehn weitläufigen Sportanlagen / Flächen kleinere Lauf-, Schwimm-, Segel-, und Eislaufveranstaltungen statt. Jeder Startpunkt wird von einem Verein oder mehreren Vereinen organisatorisch betreut, alles unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. „Es beteiligen sich insgesamt 21 Vereine – neu dabei sind drei Schwimmvereine und drei Segelvereine, so dass der Hospizlauf um ein Hospizschwimmen, Hospizsegeln und Hospizeislaufen erweitert wird “, beschreibt Jens Sattler, Geschäftsführer des SSB. „Sogar Stand up Paddling ist in diesem Jahr möglich. Ich bin begeistert von dem Zuspruch der Krefelder Sportvereine, die Veranstaltung in diesem Jahr zu unterstützen.“

Die Teilnehmer*innen melden sich individuell online über www.ssb-krefeld.de oder über eine Sammel-Anmeldung ihres Vereins für den „Hospizlauf 9.1“ an. Jeder zahlt ein Startgeld von 10 Euro, das in vollem Umfang an das Hospiz am Blumenplatz gespendet wird. Wer möchte, kann zudem ein Sport-Funktionsshirt mit dem Aufdruck „Hospizlauf 9.1“ bestellen (Kosten 12 Euro). Es kann in der Woche vor dem 27. September in der Geschäftsstelle des SSB abgeholt und am Lauftag getragen werden.

Der Sternlauf-Gedanke wird in diesem Jahr symbolisch übertragen: Jeder Verein schickt von seinem Startpunkt ein Vereinsmitglied mit einem Logo-Wimpel zum Hospiz am Blumenplatz. Um 13 Uhr werden sich diese Läufer zum Abschlussfoto mit Prof. Roland Besser (Vorsitzender Hospiz Stiftung Krefeld), Hospiz-Leiter Alexander Henes sowie Dieter Hofmann und Jens Sattler im Garten treffen.

Der Hospizlauf wird wieder durch Sponsoren aus Krefeld unterstützt: Es beteiligen sich die AOK, die Wohnstätte Krefeld, die Sparkasse Krefeld und Salvea. AOK-Regionalleiterin Marion Schröder erklärt: „Die AOK Rheinland/Hamburg bündelt ihr Engagement in Sachen Laufveranstaltungen unter dem Motto ‚Laufliebe‘. Im Rahmen von Gesundheitspartnerschaften ist es unser Ziel, regionale Veranstaltungen zu unterstützen, die alle Altersgruppen animieren etwas für ihre Gesundheit zu tun. Wir möchten Bewegung in den Alltag bringen, Ausdauer und Fitness fördern.“ Die Unterstützung des Hospizlaufes hier in Krefeld sei für sie eine Herzensangelegenheit. Hier gehe es nicht um Leistung, sondern um „dabei sein ist alles.“ Jeder Läufer unterstütze das Hospiz mit seiner Startgebühr. „Ich bin immer wieder begeistert vom Engagement der Krefelder sich für „ihr“ Hospiz einzusetzen. Ich begrüße das Engagement vom Stadtsportbund den Hospizlauf 2020 in dieser etwas anderen Form zu veranstalten. Auch wir sind mit einem Team dabei!“

Die Brauerei Königshof wird für jeden Startpunkt ein Kontingent an alkoholfreien Biergetränken (Malzbier und alkoholfreies Weizen) zur Verfügung stellen, damit sich die Sportler erfrischen können. Vertriebschef Frank Tichelkamp meint: „Es ist für uns als Krefelder Brauerei wichtig, auch in dieser schwierigen Zeit eine Einrichtung wie das Hospiz in Krefeld zu unterstützen.“