Landesprogramm 1000 x 1000 im Jahr 2016

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) und der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fördern wie in den vergangenen Jahren gemeinsam das Engagement von Sportvereinen, die Kooperationsmaßnahmen im Ganztag der Schulen und in Kindertageseinrichtungen durchführen. Die Erfahrungen aus den erfolgreichen Programmen „1000 x 1000“ der letzten Jahre bilden die Grundlage für die Durchführung des Landesprogramms 2016.
Jedem Bund stehen im Rahmen seines individuellen Kontingentes an Förderanträgen für maximal 1/3 förderungsfähige Projekte im Kitabereich und mindestens 2/3 förderungsfähige Projekte im Ganztagsbereich in Schulen zur Verfügung. Die Vereine müssen sich für einen der beiden Bereiche entscheiden.

Zusätzlich zu diesen beiden Bereichen stehen weitere Fördermittel zur Verfügung, die der Schaffung inklusiver Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung der Sportvereine zu Gute kommen sollen. Hier entscheidet der SSB Krefeld individuell, abhängig von der Höhe der Bedarfe und der Qualität der Anträge, über die Förderung der Vereinsmaßnahmen.

Der Sportverein kann (im Rahmen dieses Programms) nur für eine Maßnahme oder ein Maßnahmenpaket (z. B. Neueinrichtung einer Gruppe im schulischen Ganztag mit der Qualifizierung der Übungsleiter/in und Anschaffung der benötigten Geräte) eine Förderung in Höhe von 1.000,00 € erhalten.

Allgemeine Zielsetzungen des Landesprogramms:

  • Sportvereine sollen im Rahmen ihrer Kinder- und Jugendarbeit unterstützt werden und sich als verlässlicher Bildungs- und Erziehungspartner kommunal etablieren.
  • Bestehende Kooperationsformen für Sportvereine im schulischen Ganztag als auch mit Kindertageseinrichtungen werden erweitert und neue Aktionen entwickelt. Neue Ausgestaltungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.
  • Kooperationen von Sportvereinen mit Tageseinrichtungen für Kinder werden beson-ders auf niederschwelliger Basis ausgebaut und gestärkt.
  • Sportvereine werden motiviert, Kooperationspartner von Schule und Kindertagesein-richtung zu werden.
  • Sportvereine sollen vielfältig unterstützt werden, inklusive Sportangebote zu entwickeln und umzusetzen.

Durchzuführende Maßnahmen
Die Fördermittel dürfen eingesetzt werden für:

  •  Maßnahmen, die der Gewinnung, Qualifizierung und Fortbildung von Vereinsmitarbei-ter/innen zur Durchführung des Angebotes dienen.
  •  Anschaffung von Bewegungs- Spiel- und Sportgeräten, die zur Umsetzung von Ko-operationsangeboten/-aktionen gebraucht werden.
  •  Maßnahmen, die zur Ausgestaltung der Kooperationen Sportverein – Kindertageseinrichtung beitragen, wie z.B. Aktionen, Angebote, Ferienangebote.
  •  Entgelte für den Einsatz der qualifizierten Vereinsmitarbeiter/innen. (Nur bei Koopera-tion Sportverein – Kindertageseinrichtungen)
  • Schaffung neuer sportlicher und/oder geselliger Angebote in Sportvereinen (einmalig oder dauerhaft) für Menschen mit und ohne Behinderung.
  • Maßnahmen zur barrierefreien/-armen Gestaltung von Vereinsinformationen (z.B. Homepage, Broschüren, etc. in leichter Sprache, Blindenschrift, Gebärdensprache u.v.a.m.).

Die Mittel des Landesprogramms können nicht zur Finanzierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern im schulischen Ganztag verwendet werden.
Empfänger der Förderung sind Sportvereine, die als gemeinnützig wegen Förderung des Sports anerkannt und Mitglied in einem Fachverband und Bund des Landessportbundes NRW sind. Sportvereine, die diese Grundvoraussetzungen nicht erfüllen oder an der jährlichen Bestandserhebung des Landessportbund NRW nicht teilnehmen, sind ausgeschlossen. Weiterhin ist die Förderung von SSB/KSB, SSV/GSV und Fachschaften im Landesprogramm nicht möglich.

Finanzierungsart und Höhe der Zuwendung
Für die Kooperationsmaßnahmen wird die Zuwendung als fester Betrag an den zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 1.000,00 Euro festgelegt.

Fördervoraussetzungen

  • Die Maßnahme muss zwischen dem 01.01.2016 und dem 31.12.2016 durchgeführt werden.
  • Die Anträge sind vom Bund so auszuwählen, dass maximal ein Drittel auf Projekte im Kitabereich und mindestens zwei Drittel auf Projekte im Ganztagsbereich entfallen.
  • Anträge über die Förderung von inklusiven Projekten der Sportvereine werden individuell bewertet und in Abhängig der Notwendigkeit und Qualität gefördert.
  • Der Landessportbund NRW legt im Einvernehmen mit dem MFKJKS, unter Berücksichtigung der Anzahl der Sportvereine im jeweiligen Sportbund, einen Verteilungsschlüssel über die Anzahl der Vereinsförderungen in Höhe von 1.000 Euro fest.

Antragsverfahren

  • Antragsjahr ist das Kalenderjahr 2016. Ein Anspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht. Die zuständigen Kreis- bzw. Stadtsportbünde legen unter Zugrundelegung der Fördervoraussetzungen nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Fördermittel dem Landessportbund NRW einen Vorschlag zur Entscheidung vor.
  • Der Antrag berechtigter Sportvereine ist formlos mit Darstellung und Beschreibung der beabsichtigten Kooperationsmaßnahme mit dem Meldebogen an den zuständigen Kreis- bzw. Stadtsportbund zu richten; bitte verwenden Sie den Antrag.
  • Die eingehenden Anträge werden beim zuständigen Kreis- bzw. Stadtsportbund geprüft und bearbeitet.
  • Sollten mehr Anträge als die dem Bund maximal zur Verfügung stehenden Mittel unter Beachtung der Kontingente für die Bereiche Ganztag und Kindertageseinrichtung (gemäß Verteilungsschlüssel) eingehen, können diese überzähligen Anträge auf eine Warteliste gesetzt und dem Landessportbund NRW mitgeteilt werden.
  • Der Sportbund beantragt beim Landesportbund NRW maximal bis zur Höhe seines Förderkontingents die Fördermittel und legt bis zum 01. Mai 2016 dem Landessportbund NRW die Vorschläge für die zu fördernden Maßnahmen vor.

Bewilligungsverfahren

  • Die Bewilligung erfolgt in der Reihenfolge der benannten Sportvereinsanträge. Bei dieser Mitteilung können alle Sportvereinsanträge aufgeführt werden, die dem jeweiligen Bund vorliegen.
  • Der LSB NRW als Beliehener (gemäß § 44 Abs. 2 LHO) erteilt jeweils einen Zuwen-dungsbescheid an die Stadt- und Kreissportbünde mit der Maßgabe, die Mittel an die Sportvereine entsprechend dem Zuwendungszweck vollständig weiterzuleiten.
  • Sollte ein Stadt- bzw. Kreissportbund bis zum 01. Mai 2016 weniger Vorschläge als für ihn möglich eingereicht haben, werden die dadurch freiwerdenden Mittel auf die anderen Stadt- und Kreissportbünden mit Mehrbedarf zusätzlich verteilt.

 

Anforderungs- und Auszahlungsverfahren

Die Fördermittel werden in einem Betrag ohne Anforderung vom Landessportbund NRW an die Kreis- bzw. Stadtsportbünde überwiesen. Die Fördergelder sind von den Bünden unmittelbar an die zu fördernden Sportvereine weiterzuleiten mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass es sich hierbei um eine Förderung des MFKJKS handelt.

Zeitraum für die Durchführung der Maßnahmen
Durchführungszeitraum ist das Kalenderjahr 2016. Dies bedeutet, dass auch bereits begonnene Maßnahmen förderungsfähig sind.

Nachweisverfahren
Die Kreis- und Stadtsportbünde haben die Verwendung in einem einfachen Verwendungsnachweis (zahlenmäßige Auflistung der verwendeten Fördermittel mit Maßnahmenbeschreibung) und Nachweis der Auszahlung dem Landessportbund NRW vorzulegen. Der Landessportbund NRW legt dann dem MFKJKS einen Gesamtverwendungsnachweis vor.

Nebenbestimmungen
Es gelten die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBestP).