8. Krefelder Hospiz-Lauf: Viel Engagement für den guten Zweck

„Am Ende gewinnen immer die Menschen“ – mit viel Engagement und reger Beteiligung hat am Sonntag (23. September 2018) der vom Stadtsportbund Krefeld , organisierte „8. Krefelder Hospiz-Lauf“ stattgefunden. Trotz des schlechten Wetters war die Stimmung so gut wie in den Vorjahren.

Insgesamt beteiligten sich trotz Regen und Wind beachtliche 750 Läufer / Walker an dem Sport-Event für den guten Zweck. Mit zwölf Startpunkten (zehn in Krefeld, einer in St. Tönis und einer in Meerbusch) hatte sich der Charakter eines „Sternlaufs“ wie im Vorjahr weiter verfestigt. „In diesem Jahr beteiligen sich 13 Vereine und Organisationen mit großen Gruppen an dem Lauf, dazu eine Vielzahl von Einzelläufern, die das Hospiz unterstützen möchten“, freuen sich Dieter Hofmann (Vorsitzender SSB) und Jens Sattler (Geschäftsführer SSB).

Besonders erfreulich war die hohe Spendenbereitschaft.

Ein großer Anreiz: Der Hospiz-Lauf steht unter dem Motto „gemeinsam etwas bewegen“ und bietet Beteiligungsmöglichkeiten für jeden Fitness-Grad. Die Streckenlängen variieren von 3,1 bis zu 11,7 Kilometer für Läufer und Walker.

Was diesen Lauf vom Beginn im Jahr 2011 an ausgezeichnet hat, ist die Atmosphäre: Die Sportler wissen um den Zweck – das Startgeld von 10 Euro wird für die Hospiz-Arbeit in Krefeld gespendet – und unterstützen diesen über ihre Aktivität. Der Lauf hat eine eigene Dynamik – es gibt in jedem Jahr wieder einige Aspekte, die zeigen, wie sehr die Läufer sich für das Thema engagieren. In diesem Jahr hat sich etwa eine Gruppe von 83 Schülern/-innen der Marienschule an der Hubertusstraße angemeldet. Sie starten vom Startpunkt in Fischeln. Auch die HSG startete wieder mit einer kompletten Mannschaft ab Neptun. Mit pinken Luftballons machten die mehr als 90 Leute auf sich aufmerksam, die bei der IG Altensport Tönisvorst gestartet waren.

Aber auch in anderen Bereichen spürt man die Solidarität der Krefelder, meint Hospiz-Leiter Alexander Henes: „Wir bekommen viel Unterstützung, um die Organisation rund um den Lauf zu stemmen. Wenn man an die Krefelder Unternehmer herantritt und fragt, ob sie bei einem bestimmten Anliegen helfen können, sind sie spontan dazu bereit“. So hat beispielsweise das Team H.O.B Dienstleistungsgruppe zwei Mitarbeiter bereitgestellt, die am Sonntagmorgen beim Aufbau halfen. Mit dabei sind auch die Sparkasse Krefeld und der Chempark von Beginn an, Salvea, seit zwei Jahren auch die AOK als Gesundheitspartner und Hauptsponsor sowie neu die Wohnstätte Krefeld. Aber auch eine Vielzahl anderer Unternehmen beteiligt sich: Edeka Kempken stiftet Obst, die Brauerei Königshof alkoholfreies Bier, die Bäckerei Lomme Brötchen…. Firmen wie Radio Ilbertz, Elektro Kleinhütten, Peschkes Putz- und Akustikbau oder Holz Roeren unterstützen bei Spezialfragen. Der Andrea Berg-Fanclub Hennef um Alfred Heimermann kümmerte sich wieder um die Läufer: Die Fans betreuten den Grillstand. Spontan waren auch einige Mitglieder der „Krefelder Marine“ bereit, den Tag zu unterstützen und stellten Zelte zur Verfügung.

Prof. Dr. Roland Besser, seit einigen Monaten Vorsitzender der Hospiz Stiftung Krefeld, ist beeindruckt von der Veranstaltung: „Der Hospizlauf in Krefeld ist ein Paradebeispiel für bürgerliches Engagement. Er wurde von einem betroffenen Angehörigen nachhaltig ins Leben gerufen, so dass auch nach acht Jahren eine steigende Teilnahme von Vereinen und damit Startpunkten zu verzeichnen ist. Das Spendenaufkommen der teilnehmenden Läufer ist für die Hospizstiftung und das Hospiz am Blumenplatz ein wichtiger Beitrag, da ohne solche Spenden aus der Bevölkerung die Einrichtung nicht existieren könnte.“ Allerdings, so Besser: „Dabei darf nicht vergessen werden, dass zahlreiche Krefelder Unternehmen das Ereignis tatkräftig unterstützen. Mindestens gleichrangig ist jedoch der ideelle Wert des Events einzuschätzen. Bürger aus allen Schichten geben dem Hospizgedanken ein Gesicht und vermitteln der Krefelder Bevölkerung, dass auch ein würdevolles Sterben zu unserem Leben gehört und deshalb nicht in der Anonymität verschwinden darf.

Wichtig ist Hospizleiter Henes auch, dass die Gäste im Hospiz diesen Tag bemerken, soweit es ihr Zustand zulässt: „Wenn sie können, kommen die Gäste aus ihren Zimmern in den Garten und sind dabei. Alternativ übertragen wir die Bilder in die Zimmer, so dass die Gäste das Ganze mitverfolgen können“, beschreibt er. Die Freude bei den Gästen über die Unterstützung sei spürbar.

Auch für den Rücktransport der Hospiz-Läufer ist gesorgt: Die SWK, der Bus-Unternehmer Platen-Koyun sowie der Schluff bieten kostenlose Mitfahr-Möglichkeiten.

Ein besonderer Dank geht an Julien Thiele vom SC Bayer 05 Uerdingen für seinen großes Engagement bei der Umsetzung des Hospizlaufs.

 

Die beteiligten Vereine

  • SC Bayer 05 Uerdingen
  • CSV Marathon
  • DKJ VfL Forstwald
  • Fischelner Turnverein
  • Hülser SV
  • TSV Meerbusch
  • TSV Krefeld-Bockum
  • Oppumer TC
  • IG Altensport
  • Sport für aktive Bürger Krefeld
  • Verberger TV
  • KG Verberg
  • Caritasverband für die Region Krefeld